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Sportverletzungen | Muskelkater
Der Körper weiß, was ihm gut tut. Und er rächt sich, wenn man ihn überstrapaziert. Eine Vielzahl von Signalen der Körperintelligenz laufen im Unterbewusstsein ab. Aber es gibt auch ganz direkte Rückmeldungen, auf die man hören sollte - wie den Muskelkater nach dem Sport.

Mit der höher stehenden Sonne und den länger werdenden Tagen tummeln sich auch die Freizeitsportler wieder vermehrt in der Natur. Radfahrer, Jogger und Inlineskater bewegen sich dann wieder zu Hauf an der frischen Luft, um rechtzeitig vor der nahenden Badesaison die überzähligen Pfunde abzutrainieren. Doch für viele Sportler hat dieses ungewohnte Training ein bis zwei Tage später Schmerzen zur Folge: Muskelkater, weil der Körper überanstrengt worden ist.

Belastbarkeit überschätzt

Die häufigste Ursache für Muskelkater sind meist ungewohnt lange oder starke körperliche Belastungen. Diese treten oftmals auch im Zusammenhang mit der Überschätzung der eigenen Belastbarkeit auf. "Der Mensch besitzt etwa 400 Skelettmuskeln, deren Bewegung über die Sehnen auf Knochen und Gelenke übertragen werden. Diese Muskeln können große Kräfte entwickeln und auch einiges aushalten", erklärt der Sport- und Trainingswissenschaftler Dr. Wolfgang Ritzdorf von der Sporthochschule in Köln. "Allerdings nur dann, wenn sie regelmäßig belastet und trainiert werden. Ist das nicht der Fall, kommt es zu diesen Muskelschmerzen."

Mini-Risse in der Muskelfaser

Früher gingen Sportmediziner davon aus, dass diese Schmerzen durch eine Ansammlung von unerwünschten Stoffwechselprodukten wie Milchsäure - auch Laktat genannt - hervorgerufen werden. "Heute beweisen Untersuchungen, dass es bei Überbelastung zu feinen Rissen in den Muskelfasern kommt", erklärt Ritzdorf, "dadurch kann Wasser in diese Fasern eindringen, was dort schließlich zu einer vermehrten Ansammlung von Wasser (Ödeme) führt." Aus diesem Grund schwillt die betroffene Muskelfaser ein bis drei Tage nach dem Sport an und wird gedehnt. Dieser Vorgang macht sich schließlich als Dehnungsschmerz bemerkbar und führt dazu, dass der Muskel in diesem Zeitraum druckempfindlich und kraftlos ist.

articles: muskelkater_1.gifSchematische Darstellung der Muskelkontraktion

Das Muskelprotein Aktin (dunkel) bildet mit dem Muskeleiweiß Myosin (hell) eine vertikale Verbindung, das so genannte Aktomyosin. Dieser chemische Prozess sorgt für die Kontraktion des Muskels.

 Schematische Darstellung des Muskelkaters

Dort, wo sich die Aktin-Stränge innerhalb der so genannten Z-Scheibe verzweigen, kommt es beim Muskelkater zu mikroskopisch kleinen Faserrissen.

Intensiv-Sport vermeiden

Bleibende Schäden sind bei einem Muskelkater nicht zu befürchten. Im Normalfall klingen die Beschwerden innerhalb von ein paar Tagen wieder ab. Dennoch sollte intensiver Sport in dieser Zeit unterbleiben, damit die betroffenen Muskelfasern ausheilen können.

Achtung bei Muskelzerrungen

Wichtig zu wissen: Sind diese Schmerzen nach maximal drei Tagen nicht verschwunden, handelt es sich möglicherweise um eine Muskelzerrung. Diese tritt auf, wenn die Elastizitätsgrenze des Muskels bei ungenügender Erwärmung oder bereits eingetretener Ermüdung überschritten wird. Dabei reißen Muskelfasern und es tritt Blut ins Gewebe aus. In vielen Fällen wird dann ein Bluterguss sichtbar. Häufig betroffen von Zerrungen sind vor allem die Muskeln der Beinrückseite, die so genannte ischiokurale Muskulatur, sowie der Beininnenseite, den so genannten Adduktoren. Im Gegensatz zum Muskelkater müssen diese Verletzungen längerfristig auskuriert werden. Je nach Schwere der Muskelzerrung sollte diese Schonung ohne eine sportliche Betätigung zwischen drei und sechs Wochen betragen. Setzt die sportliche Belastung zu schnell ein, besteht die Gefahr, dass diese Verletzung künftig immer wieder an der gleichen Stelle auftritt.


So beugen Sie Muskelkater vor:

  • Absolvieren Sie regelmäßig, mehrmals in der Woche, sportliches Ausdauertraining .
  • Steigern Sie Ihre sportlichen Leistungen langsam.
  • Wärmen Sie die Muskulatur vor dem Sport immer gut auf.
  • Beanspruchen Sie die untrainierte Muskulatur nicht sofort übermäßig stark und lang anhaltend.


So lindern Sie die Beschwerden bei einem Muskelkater:

  • Absolvieren Sie leichte Gymnastik oder lockeres Jogging.
  • Nehmen Sie Entspannungsbäder mit Kräuterzusätzen wie Rosmarin oder Fichtennadeln.
  • Massieren Sie die schmerzenden Muskelpartien und gehen Sie in die Sauna.

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