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Dirk Richter

 Dirk Richter - SC Einheit Dresden, Dresdner SC
Schwimmen

 2 mal      Bronze  bei Olympischen Spielen in Soul 1988 und Barcelona 1992 
2 facher   Weltmeister im Rücken und Freistil(Staffel) 
5 facher   Vizeweltmeister 
4 mal      Bronze bei Weltmeisterschaften 
3 facher   Europameister 
9 facher  Vize-Europameister 
6 mal     Bronze bei Europameisterschaften 
2 mal     Weltcupzweiter im Rückenschwimmen 1990 und 1991 mehrfacher Europarekordhalter 
15 facher  DDR Meister (Rücken/Freistil/Lagen/Staffeln) 
23 facher  DDR Vize-Meister (Rücken/Freistil/Staffeln) 
13 facher  Deutscher Meister (Rücken/Freistil/Staffeln) 
11 facher  Vize-Meister (Rücken/Freistil/Staffeln)

 

In den Unterlagen, die den in Madrid zahlreich vertretenen Medienkollegen aus allen Welt zur Verfügung gestellt werden, fand sich unter der Rubrik „4X200 m Freistil der Herren“ diese Bemerkung hinter dem Stichwort USA: ungeschlagen seit 1956 bei Olympia und der WM. Was insofern gar nicht stimmte, denn 1975 hatte die USA diese Staffel schon mal verloren, aber nicht, weil bei jener WM in Cali (Kolumbien) andere schneller schwammen, sondern weil die USA, mit dem dritten Schwimmer weit in Führung liegend, vermeintlicherweise einen Frühstart verursachte. 1986 aber nun sind die USA gerade in dieser auf Leistungsbreite schließen lassenden Staffel nur WM-Dritte geworden. War das schon eine Sensation reinsten Wassers, so mutet der Sieg der DDR geradezu unglaublich an.

Lars Hinneburg (SC Dynamo), Thomas Flemming (SCK), Dirk Richter SC Einheit und der baumlange Sven Lodziewski (SC Dynamo) lieferten an diesem Abend ein selten gewordenes Kabinettstück. Mit 7:15,91 min erzielten sie nicht nur WM-Rekord –  1982 gewannen die USA in 7:20,82 - , dieser DDR-Rekord ist auch die drittschnellste Leistung aller Zeiten. Er ist nur um den Hauch von 22 Hundertstelsekunden über dem Weltrekord der diesmal nahezu gedemütigten USA-Staffel. Angesiedelt. „Es war ein Erdrutsch in der Geschichte des Schwimmens“, meinte so auch völlig zu Recht der ziemlich verunsicherte USA-Trainer Richard Quick, den diese Niederlage in der Fülle anderer Schlappen besonders tief getroffen zu haben schien.

Unser bester Mann Sven Lodziewski – er schwamm phantastische 1:47,34 min als Schlußmann und war damit um 0,76 s besser als der schnellste Amerikaner Matt Biondi – sprach für alle: „Wir hatten uns vorher die Bestenliste angesehen. Daraus erkannten wir, daß es möglich sein müßte, um die Plätze zwei oder drei zu kämpfen. Aber insgeheim, hat wohl jeder vom Sieg geträumt.“

Wer diese denkwürdige Staffel analysiert, wird sehen, daß unsere Trainer eine kluge Aufstellung ersannen. Ein Kernpunkt war Thomas Flemming, die Entdeckung des Länderkampfes mit der UdSSR im März 1986. Er schwamm gegen Michael Groß, den schnellsten des 32köpfigen Feldes (1:46,73 min). Mit 1:48,47 min hielt Flemming über Erwarten stark dagegen. Er dämpfte die drohende Gefahr ein, daß wir zeitig ins Hintertreffen geraten könnten. „Freilich ist dieser Sieg ein Wahnsinn“, stöhnde er hinterher. „Aber, da die Lücke nach vorn nie allzu groß wurde, behielten wir uns dadurch die Hoffnung auf den ganz großen Wurf.“ Den dann Sven Lodziewski vollendete. Und zwar aus seiner Sicht so: „Der BRD-Schwimmer Thomas Fahrner war mir bekannt dafür, daß er die ersten 100 m etwas verhalten beginnt. Deshalb legte ich mich auch gleich voll ins Zeug, um die Lücke zu verringern. Auf diese Weise erhielt ich mir die Spurtchance und die zu einem Sieg, der uns allen wie ein Fünfer im Lotto vorkommt.“Für Flemming, Hinneburg, Lodziewski war es der erste WM-Sieg überhaupt, für Dirk Richter indes bereits der zweite; denn der Dresdner kam ja nach Madrid als Titelverteidiger über 100 m Rücken. Er rückte kurzfristig in das Kleeblatt des Erfolges, weil Uwe Daßler erkrankte. „Dieser Erfolg“, so der Schützling von Trainer Uwe Neumann aus der Elbmetropole, „wird für den gesamten Männerschwimmsport der DDR ein Beispiel setzen. Einen noch unmöglicher erscheinenden Sieg hätte sich da doch niemand denken können.

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